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BDSM für Anfänger Blogbeitrag für amorana.ch

Aktualisiert: 11. Juli 2022



Was bedeutet BDSM? Was gibt es für Spielarten?


Das mehrschichtige Akronym BDSM umfasst psychische und physische Teilaspekte der Spielarten zwischen dem Top, genannt Domina/Dom und dem Button, auch genannt Sub/ Sklave.

B & D Bondage and Discipline (Fesselung und Disziplinierung)
D & S Dominance and Submission (Beherrschung und Unterwerfung)
S & M Sadism and Masochism (Sadismus und Masochismus)

Bondage

Bei dieser Praktik steigert sich die sexuelle Erregung des Subs durch die Fesselung und/oder Fixierung. Die Fesselung kann als eigenständige Spielart in einer Session abgehalten werden, wie z.B. beim Shibari durch Hanfseile. Shibari ist eine japanische Fesselkunst, wobei die Ästhetik, die körperliche Nähe und Konzentration im Vordergrund liegen.


Meist jedoch wird die Fesselung des Subs mit den anderen Spielarten kombiniert. Meist als Initiationsritual. Z.B. kniet der Sub nackt und ergeben vor der Domina und sie legt ihm ein Halsband um. An dem Halsband befindet sich eine Leine. Zusätzlich können die Hände gefesselt werden, mit Handschellen oder Seilen. Beim Fesseln kommt die Domina ihrem Sub sehr nahe, der Sub kann ihren Duft und ihre Wärme aufnehmen und gerät so in Erregung. Sexualität und Erotik sind wichtige Aspekte innerhalb des Bondage, allerdings sind sie häufig nicht Selbstzweck.


Discipline

Bei der Disziplinierung wird das Verhalten des Subs mit Regeln und Ritualen an die Wünsche der Domina angepasst. Dies kann durch Bestrafungen und Belohnungen geschehen. Das Einspielen des Sub auf seine Domina ist eine wichtige Grundlage für eine befriedigende Beziehung.

Verstößt der Sub gegen eine Regel seiner Domina, wird sie ihn erziehen, dies kann durch Entzug eines Sinnes sein, oder durch Schmerz. Z.B. weiss sie, dass er sehr aufs Beobachten steht, so legt sie ihm eine Augenbinde an, und er darf seine angebetete Herrin bis auf weiteres nicht mehr betrachten.


Dominance and Submission (Beherrschung und Unterwerfung) kurz D/s

D/s basiert auf dem absolutem gewollten Machtgefälle und hat facettenreiche Spielarten, die sehr individuell sind, in denen das Machtgefälle explizit im Vordergrund steht. Diese können innerhalb der Session oder auch über einen längeren Zeitraum ausgeübt werden. In einigen Beziehungen gilt es als einvernehmliches dauerhaftes Machtverhältnis, und lässt sich in den Alltag integrieren. Dann spricht man von 24/7 und total power exchange, wobei die Macht dauerhaft beim Top über dem Botton herrscht. Dies kann in sog. Sklavenverträgen festgehalten werden, welche grossen symbolischen und emotionalen Wert für Top und Bottom haben.


D/s Spielarten innerhalb einer Session sind z.b. Rollenspiele wie Petplay (Tier und Halter), oder Keuschhaltung, wobei der Top das Sexualleben des Sub bestimmt, wann und wie Orgasmus erlebt werden darf. Hierfür verwende ich gerne Peniskäfige, deren Schlüssel ich besitze. Solange der Peniskäfig angelegt ist, kann mein Sub sich nicht selbst befriedigen. Dies steigert meine Lust mit ihm zu spielen, umso mehr. Hierbei spricht man von einem weiteren Spiel, Tease and denial. Bei weiblichen Subs wäre es ein Keuschheitsgürtel.


Den Schlüssel an einer Kette um den Hals der Herrin zu sehen, erregt den Sub zusätzlich und lässt ihn als ihren Besitz, auf den die stolz ist, deutlich fühlen. Beide Spielpartner ziehen aus diesem klar gewollten Machtgefälle grosse Lust. Fürsorge und Hingabe beider Partner sind eine Grundlage für eine gesunde D/s Beziehung und gleichen die Beherrschung und Unterwerfung gesund aus.



S & M Sadism and Masochism (Sadismus und Masochismus) kurz Sadomasochismus

Diese Spielart des BDSM schöpft grosse Lust am Zufügen und Empfangen von körperlichen Schmerz. Sie kann eigenständig ausgeübt werden, aber auch mit den oben genannten Spielarten kombiniert werden. Der Schmerz zufügende Part ist sadistisch veranlagt.

Ich empfinde Lust, nicht an dem Schmerz direkt, sondern an der Lust, die ich meinem schmerz empfangenden dem masochistisch veranlagten Sub, zufüge. Viele haben einen erigiertes Glied, während ich sie z.B. auspeitsche.


Auch hier gibt es weitere unzählige Arten körperlichen Schmerz zuzufügen. Kerzenwachs auf die Haut träufeln ist eine besonders sinnliche Art, wie ich finde. Ich nehme gerne Wachsabdrücke der Penise meiner Subs. Hierzu fessele ich sie an einen Stuhl, auf dem sie sitzen. Ich verbinde ihnen die Augen und verdunkle die Umgebung. Nippelklammern sind sehr gut geeignet, um die empfindlichen Brustwarzen zu erregen.


Der Lustschmerz kann bewusstseinserweiternd empfunden werden. Im sog. Headspace kann man in einen rauschartigen Zustand gelangen.


Neben dem körperlichen Schmerz kann auch verbaler Schmerz zugefügt werden. Verbale Erniedrigung und Vorführen, erregt ebenso viele Subs genauso wie der körperliche Schmerz. Es ist erstaunlich zu sehen, wie die Erregung steigt bei Schimpfwörtern aus dem schönen Munde der Domina, und am besten in Gegenwart von anderen Damen.


Wie bereitet man eine Session vor, was braucht man dafür?


Zunächst definiert man die Vorlieben und Tabus. Mag man Lustschmerz oder Rollenspiele, Fesselung oder Disziplinierung, oder Kombinationen. Je nach Auswahl der Spielart benötigt man die entsprechenden Utensilien.


Für Rollenspiele wie Petplay, wobei der Sub ein Tier nachahmt und die Domina die Herrin, sind eine Maske, ein Halsband mit Leine sehr geeignet. Bei dem Rollenspiel der Feminisierung legt die Herrin dem Sub Frauenkleider an. Hierzu sind schöne Dessous oder ein Kostüme empfehlenswert.


Für Sadomaso Spiele empfehle hierzu ein schönes Start Bondage Set mit Fesseln, Augenbinde und Schlagwerkzeuge wie Flogger oder Rute. Für Peitschen empfehle ich mehr Erfahrung. Auch Federn können einen besonderen Lustschmerz ausüben.


Die Sessiondauer wird im Voraus definiert. Für eine erste Session sollte man sich genug Zeit nehmen, um ohne Druck oder Stress sich als Top/Botton Gespann zu entdecken.


Neben der Materialvorbereitung können auch Verhaltensregeln aufstellt werden, die die Aufregung und Lust auf die Session steigern.. z.B. darf der Sub 5 Tage vorher nicht masturbieren, oder 3 Tage vorher herrscht absoluter Kontaktverbot zur Herrin, dass das Verlangen und die Hingabe verstärkt.


Der Top ist für die Materialvorbereitung und Ablauf der Session verantwortlich.

In meinen Workshops lehre ich viele Spielvarianten und gebe außerdem die Möglichkeit in meinen Sessions via Livestream zuzuschauen.


Was passiert nach Beenden der Session oder einem Abbruch, während der Session?


Es kann vorkommen, dass sich der Sub körperlich und mental überfordert fühlt und die Session abgebrochen werden muss. Hierzu vereinbart man ein Codewort. Ruft der Sub “Gnade” so werden alle D/s Handlungen abgebrochen und die Aufgabe des Top besteht entsprechend fürsorglich zu reagieren. Empathisches Verhalten ist eine Voraussetzung der Domina/des Tops.


Nach einer Session ohne Unterbrechung kann der Sub noch einige Minuten und Stunden brauchen, um sich zu erholen. Die ausgeschütteten Endorphine haben ihm ein intensives Erlebnis beschert… In dieser Zeit ist der Top angewiesen, sich fürsorglich um das Befinden des Subs zu kümmern.


Ich nehme meine Subs sehr gerne in den Arm oder spreche gerne über das Erlebte.


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